Mieter-Auswahl

Die perfekte Mieter-Selbstauskunft: Worauf Vermieter achten müssen

Die Selbstauskunft ist das wichtigste Werkzeug für Vermieter, um den passenden Mieter zu finden. Sie entscheidet darüber, ob Sie einen zuverlässigen Zahler in die Wohnung lassen – oder einen Mietnomaden. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welche Fragen Sie 2026 wirklich stellen dürfen, welche verboten sind und wie Sie die Antworten richtig interpretieren.

ImmoKlick Redaktion 6 Min. Lesezeit
Mietbewerbungs-Formular mit Stift und Wohnungsschlüssel auf einem hellen Holzschreibtisch

Diese Angaben sind erlaubt

Vermieter haben ein berechtigtes Interesse daran, die Bonität und Zuverlässigkeit eines Bewerbers zu prüfen. Die folgenden Angaben sind nach DSGVO und Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zulässig:

  • Vor- und Nachname, Geburtsdatum, aktuelle Anschrift
  • Beruf, Arbeitgeber und Nettoeinkommen der letzten drei Monate
  • Anzahl der einziehenden Personen
  • Bestehende Mietschulden (ja / nein)
  • Räumungsklagen oder eidesstattliche Versicherungen in den letzten fünf Jahren
  • SCHUFA-Bonitätsauskunft (Mieter-Variante, nicht die volle Auskunft)

Diese Fragen sind tabu

Manche Vermieter fragen aus Gewohnheit zu viel ab – und riskieren damit Bußgelder von bis zu 20.000 Euro. Verboten sind insbesondere Fragen zu:

  • Familienplanung, Schwangerschaft oder Kinderwunsch
  • Religion, ethnischer Herkunft oder politischer Einstellung
  • Hobbies, sexueller Orientierung oder Vereinsmitgliedschaften
  • Vorstrafen ohne Bezug zum Mietverhältnis
  • Krankheiten oder Behinderungen

So lesen Sie zwischen den Zeilen

Eine vollständig und sauber ausgefüllte Selbstauskunft ist das erste positive Signal. Achten Sie auf Konsistenz: Stimmen die Einkommensangaben mit den Gehaltsnachweisen überein? Passt der Beruf zum angegebenen Arbeitgeber? Lücken im Lebenslauf oder häufige Wohnungswechsel sollten höflich nachgefragt werden.

Faustregel der Drittel-Miete: Das Nettoeinkommen sollte mindestens dem Dreifachen der Warmmiete entsprechen. Liegt es darunter, ist eine Bürgschaft oder Mietkaution sinnvoll.

Digital statt Papierchaos

Mit ImmoKlick erhalten Sie alle Selbstauskünfte strukturiert in einem Dashboard – inklusive Ampel-System, das Bewerber automatisch nach Ihren Kriterien sortiert. Statt 80 PDFs durchzuwühlen, sehen Sie auf einen Blick, wer wirklich passt.

Fazit

Eine durchdachte Selbstauskunft schützt Sie vor finanziellem Schaden und rechtlichen Stolperfallen. Halten Sie sich an die zulässigen Fragen, dokumentieren Sie sauber – und lassen Sie sich von digitalen Tools die Arbeit abnehmen.

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